European Girls Mathematical Olympiad 2018

Bericht von Carmen Brannath:

2018 hat Deutschland zum ersten Mal an der EGMO, der European Girls Mathemathical Olympiad teilgenommen (vom 9.4-15.4). Dass es überhaupt erst dazu gekommen ist, hat mit dem Engagement von uns Schülerinnen zu tun gehabt, die "so lange auf die Nerven gegangen sind, bis sie teilnehmen durften", um eine der Guides zu zitieren.

Die Veranstaltung heißt zwar "EUROPEAN Girls Mathematical Olympiad", jedoch waren 196 Schülerinnen aus 51 Ländern vertreten, wobei 15 davon nicht-europäisch sind. Dazu gehören beispielsweise die USA, Australien, Kanada, aber auch Länder wie Bolivien, Japan oder Saudi-Arabien. Insgesamt waren schon viele verschiedene Kulturen dabei, als am ersten Tag die Teilnehmer aller Länder vorgestellt wurden.

Dieser Tag ist auch mit einem Treasure Hunt abgeschlossen worden, bei dem man in verschiedenen Teams antreten konnte. (Mein Team bestehend aus mir und polnischen, sowie tunisischen Mitgliedern konnte dabei den 2.Platz belegen. Als Preis gab es zwei Kugeln Eis umsonst.)

An den beiden darauffolgenden Tagen wurden jeweils vormittags die Klausuren geschrieben, und nachmittags hatten wir Freizeit, die das deutsche Team nutzte um sich Florenz genauer anzusehen.

Es gab auch einen Spieleraum, in dem verschiedene Aktivitäten (z.B. Waveboardfahren, Rubix-Würfel lösen oder eben diverse Spiele zur freien Auswahl) angeboten wurden. Ab Donnerstag, nach den Klausuren, hab wir uns dort jeden Abend aufgehalten und andere Leute kennengelernt. Für Freitag stand ein Ausflug nach Pisa und Lucca auf dem Programm, der etwas chaotisch und nicht immer völlig durchdacht war, in dem Fall insbesondere was das Essen betraf, da einige Tische längst fertig waren, bevor andere überhaupt anfangen konnten zu essen. Dennoch war es ein sehr netter Tag, mit Führungen durch beide Städte. Am Samstag gab es dann eine sogenannte "non-competitive Team competition", also eine Art Wettbewerb außer Konkurrenz, bei dem je zwei Länder (in unserem Fall Deutschland & Österreich) in Teams mehrere kleinere, verschieden anspruchsvolle Aufgaben lösen sollten, wobei die Ergebnisse stets das Format eines vierstelligen-Zahlencodes hatten. Es folgte noch die Preisverleihung am Nachmittag, wobei ich leider keinen Preis bekam. Das deutsche Team erhielt einen 3. Preis & einen Anerkennungspreis für die volle Punktzahl bei einer Aufgabe.

Die beiden besten Teams waren schlussendlich Russland, dicht gefolgt von den USA, die zwei Teilnehmerinnen mit voller Punktezahl hatten. Daraufhin gab es ein abschließendes Büffet, gefolgt von einer kleinen Party mit Musik. Dann ging es zurück ins Hotel, wo noch gespielt werden konnte. Am nächsten Tag war die Olympiade dann leider auch schon vorbei und die Abreise stand an.

Alles in allem war es ein tolles Erlebnis. Insbesondere so viele Mädchen aus den verschiedensten Ecken der Welt kennenlernen zu können, und etwas mehr über die dortigen Traditionen und auch über die nationalen Matheolympiaden erfahren zu können, war sehr schön. Auch das restliche Programm und der Aufenthalt in Florenz waren sehr gelungen.

Es war also eine sehr schöne Erfahrung für mich, auch wenn für mich kein persönlicher Preis dabei herauskam.

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